Nokia E72 – Fortschritt oder Flop? Erste Eindrücke im Schatten des E71

Sonntag, 20. Juni 2010 | Autor: Valentin Funk

o2 hat mir tatsächlich noch ein Vertrag mit Handy gestattet, bzw. meinen alten verlängert. Als recht überzeugte nicht-iPhone- und Nokia E71-Besitzer war es aber nicht leicht, sich für ein wirklich neues Gerät zu entscheiden. Am besten am E71 gefällt mir das Format: ein Riegel mit vollständiger Tastatur. Solange ich dabei bleiben möchte, ist die Auswahl nicht groß: Nokias E72 oder Palm Pixi Plus – mehr fiel mir nicht auf. Nokias E5 ist unter dem E71/E72 angesiedelt und ein E7 ist noch nicht angekündigt. Nun, weil ich mir einen Umstieg auf ein anderes OS sparen wollte, entschied mich für das E72, immerhin mit Car-Kit, auch wenn ich eher ein Bike-Kit gebrauchen könnte; vielleicht lässt sich das aber daraus noch erstellen.

Nach knapp einer Woche war das Paket dann da und vom Lieferumfang war ich recht erfreut: endlich ein In-Ear-Headset mit 3,5 mm-Klinke, Ladegerät (wieder das alte, große!), Mini-USB-Kabel (recht kurz; lädt endlich auch den Akku), Auto-Navigations-Halter, Schutzhülle, 4 GB-Micro-SD-Karte.

Das Gerät selbst kam recht grau aus der Schachtel, obwohl mir der Verkäufer an der Vertragsverlängerungs-Hotline eines in Anthrazit verkauft hatte. Auf dem Lieferschein stand auch „Silbergrau“. Tatsächlich gibt es ein Anthrazit bei Nokia gar nicht und bei Nokia nur dieses graue, schade (es heißt offiziell „Metal Grey“).

Als ich es dann in die Hand nahm, war ich nicht unbedingt begeistert. Die Unterschiede zum E71 sind recht marginal, es wirkt etwas weniger wertig, doch das ist eher marginal und kommt wohl vom etwas geringerem Gewicht. Was mich ein wenig stört, ist eine gewisse Kantigkeit im Bereich der Optionstasten. Die Schnellzugriffstasten (Wort aus der Anleitung), also die Tasten für Home, Kalender, Adressbuch und E-Mail, stehen bewusst hervor. Das ist in meinen Augen aber nicht nötig, ich habe es beim E71 nicht vermisst.

Nach dem ersten Start zeigte sich, dass das Gerät einen schnelleren Prozessor hat: es geht alles flüssiger. Was mir aber sobald auch etwas negativ auffiel war die unübersichtlichere Anordung der Anwendungen im Hauptmenü. Auch das Menü der laufenden Programme ist nicht mehr so übersichtlich: es gibt neben der Ausgangsanzeige auch noch das Hauptmenü, das verwirrt und führt zu zusätzlichen Klicks. Ebenfalls ist in jedem Haupt-Menü der Anwendungen nun ein erster Punkt „Geöffn. Progr. zeigen“ – in meinen Augen nur störend, führt es doch zu einem weiteren Klick, wenn man die Programme schließen möchte. Und, eine kleine aber wichtige Änderung: die Tastensperre geht jetzt nicht mehr mit Menü links–>Funktion weg, sondern mit Menü links–>Menü rechts!

Dann ging es an das Einspielen des Backups via Ovi-Software. Leider klappt das gar nicht so gut, wie erwartet: es wurden die Einstellungen nicht übernommen. Mails, Aufgaben und Adressbuch schon. Auch die Lesezeichen, aber nicht in der richtigen Reihenfolge. Beim Adressbuch gehen die angepassten Bezeichnungen der Nummern-Einträge verloren. Muss das sein? Warum bekommt das Nokia nicht endlich in den Griff?

Die Aufgabenliste ist aufgeräumter und es passen mehr Einträge auf einen Schirm, doch steht das Datum nicht mehr in der einen Zeile. Erst wenn man einen Eintrag markiert, werden die/alle Details angezeigt.

Die große Enttäuschung kam für mich aber erst mit der Erfahrung durch Nokia Messaging, das die E-Mail-Anwendung komplett umgebaut hat. Irgendwie ist alles aufwändiger geworden, ohne dass es wirklich etwas bringt. So ist es bislang noch nicht gelungen, das Gerät in das gleiche Verhalten wie das E71 zu bringen. Ich habe den Frust etwas in einer Nachricht auf dem Forum zu Nokia Messaging heraus gelassen: Misc problems using e-mail on E72.

Alles in allem: viel Zeit investiert und nicht viel Neues erfahren. Die Produktivität steigt so leider nicht. Ob die Gesprächsqualität oder der Empfang besser ist, habe ich noch gar nicht geprüft (letztes wäre wünschenswert). Ich fasse es aber schon mit Samthandschuhen an, da ich davon ausgehe, es an o2 zurück zu schicken… Vielleicht werde ich Nokia und Series 60 doch noch untreu.

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Empfänger-Akku für Dizzy Bird

Montag, 1. Juni 2009 | Autor: Valentin Funk

Bei meinem kleinen Ausflug zum RC-Modellbau bin ich auf den Dizzy Bird gestoßen, einem Selbstbau-Nurflügler, der aus einfachen Baumarkt-Komponenten gebaut wird, vornehmlich aus Dämmaterial („Selitron“, eine Untertapenten-Dämmplatte von Selit). Und: der Bauplan ist Open Source, das erfreut mich an sich schon.

Das aktuelle Baustadium sieht so aus:

Dizzy Bird in fast fertigem Zustand.

Er wiegt nun (ohne Wurfkufe, Empfänger und Empfänger-Akku) 111 Gramm. Das ist ziemlich gut, wird er doch von den Entwicklern mit ca. 160 Gramm Fluggewicht angegeben. Über den Bau möchte ich ein anderes Mal berichten, hier soll es nur um den Empfänger-Akku gehen.

In den Bauanleitung wird nur von einem „KAN 5-Zeller“ gesprochen, mit 150 mAh. Doch so einen bekam ich auch bei eBay nicht. Allerdings bekam ich diese KAN-150-mAh-Zellen einzeln, ebenfalls bei eBay (Verkäufer Trollmodellbau; oder auch www.trollmodellbau.de). Das war ein echter Glücksgriff! Ich kaufte nur vier, denn 4,8 Volt sollten reichen (vor allem da ein Spektrum AR6100E als Empfänger eingebaut werden solle und die Spektrum-Empfänger laut Spezifikation bis 3,5 Volt funktionieren).

Empfänger-Akku aus KAN 150-Zellen

Verlötet habe ich die Zellen mit einfachen Stücken einer Litze und einem Empfängerkabel, ebenfalls von Trollmodellbau (Für Graupner Empfängerakku Silikonkabel 2×0,5qmm) und ein Stück passenden Schrumpfschlauch gab es gratis dazu. Und, was kam heraus: nur 17 Gramm! Dagegen ist der zum Test besorgte 250-mAh-Akku von Graupner mit 37 Gramm ein echtes Schwergewicht (der wird dann gleich wieder verkauft…).

Vergleich der Empfänger-Akkus

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BIOS-Batterie für ThinkPad R40 ist eine CR2032!

Samstag, 14. Februar 2009 | Autor: Valentin Funk

Ich hatte bei einem IBM/Lenovo ThinkPad R40 eine leere oder defekte BIOS-Batterie (manchmal auch CMOS-Batterie genannt) zu tauschen.

Sie ist als Ersatzteil mit der Nummer 92P0991 immer noch zu haben. Der Preis ist nicht ganz günstig, ca. 10 Euro via eBay, sonst auch deutlich teurer.

Doch was ist eigentlich darin?

Kaum war der Schrumpfschlauch abgepult zeigte sich eine gewöhnliche CR2032! In diesem Fall von Sony. Auf sie wurden einfach die Anschlussdrähte für den Stecker „aufgetackert“.

Die ausgepackte BIOS-Batterie aus einem IBM ThinkPad R40 bringt eine gewöhnliche CR2032 zu Tage.

Als Ersatz lässt sich also auch eine normale CR 2032 nehmen, wenn man das Kabel von der leeren trennt und wieder verwendet; eine normale CR2032 kostet teilweise (z. B. bei Reichelt Elektronik) unter einem Euro. Ich mache es mir aber anders etwas einfacher und nehme eine CR2032 mit Lötfahne, entferne das Kabel von der alten und löte dieses an die Lötfahnen der neuen. Etwas Schrumpfschlauch oder Isolierband drumherum und fertig ist das „IBM-Ersatzteil“.

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Preisunterschied

Mittwoch, 31. Oktober 2007 | Autor: Valentin Funk

Dass Conrad Elektronic teurer ist als z. B. Reichelt, dürfte vielen bekannt sein. Obwohl, angesichts der Preise bei Conrad wohl doch noch nicht, sonst würde ich nicht derartige Unterschiede erwarten.

Was mir gerade auffiel und mich zu diesen Zeilen bewegt:

TAE-Stecker, N-kodiert, als Bausatz:

  • Conrad, #922717: 3,89 Euro (!) – das kam mir doch schon etwas viel vor
  • Reichelt, #TAE 6N-S: 0,18 Euro (!!) – so günstig hätte ich es auch nicht erwartet

Wie kann es sein, dass bei einem freien Markt ein Preisunterschied von sage und schreibe 2161 % existiert? Ich bekomme bei Reichelt die 21-fache Menge für den gleichen Preis! Oder handelt es sich doch um grundverschiedene Artikel?

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Bei Conrad-Elektronik ist „golden white“ nicht golden white

Montag, 16. Juli 2007 | Autor: Valentin Funk

Als ich für den vorausgegangenen Beitrag die genaue Bezeichnung der verwendeten Leuchtdiode von YolDal eruieren wollte, fiel mir auf, dass Conrad laut Datenblatt eine andere LED als „golden white“ verkauft, als es z. B. auf der Seite von YolDal zu lesen ist.

Daraufhin fragte ich bei Conrad nach, welche Angabe denn nun stimme: die Bezeichnung „golden white“ in der Artikelbezeichnung (und ggf. könnte ja auch das hinterlegte Datenblatt falsch sein) oder das Datenblatt? Die Antwort war sehr klar: es gilt das Datenblatt, wohl sei die Artikelbezeichnung fehlerhaft!

Zusammenfassend stellte ich fest, dass es drei Serien bei YolDal gibt (hier die 3 mm-Varianten):

  • YI-WS3 – klares Gehäuse. Gibt es nur bei Conrad!
  • YZ-WS3 – White Sunny, also sunny white
  • YZ-WG3 – White Golden, also golden white

Eigenartigerweise kann ich heutzutage über die YI-WS3 nichts auf den Seiten von YolDal finden. Vermutlich werden sie nicht mehr hergestellt, womit sich nur schwer eine Aussage zur künftigen Verfügbarkeit machen lässt. Dieser Typ ist auch nur bei Conrad erhältlich. (Die anderen Versionen gibt es auch bei anderen Händlern wie z. B. LED-Shop 24 oder Dotlight und das zu günstigeren Preisen.) Conrad meinte aber, sie wären noch ausreichen auf Lager, was auch immer das heißen mag. Über ihre Bezugsquelle wollte Conrad keine Auskunft geben. Und eine Antwort vom Distributor für YolDal-LEDs (Rehag Elektronik) steht noch aus.

Erstaunlicherweise gibt es eine Lagerliste auf den Seiten von Rehag (http://www.rehag.de/ueberuns/lagerliste/stock/stock.html). Demnach gibt es noch 28.635 Stück von YI-WS3N23 (dagegen nur 2103 von den laut YolDal-Internetseite aktuellen YZ-WG3N30) – und diese werden in der Liste als „golden white“ bezeichnet, ganz entgegen dem Datenblatt. Vielleicht ist Rehag ja der Verkläufer ggü. Conrad… Was die vorhanden Stückzahlen allerdings wertlos werden lässt, ist das fehlende Datum zum Stand dieser Liste…

Eine Übersicht der für den Modellbau relevanten Typen gibt es im EisenbahnWiki: Warm-weiße LED.

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