BIOS-Batterie für ThinkPad R40 ist eine CR2032!

Samstag, 14. Februar 2009 | Autor: Valentin Funk

Ich hatte bei einem IBM/Lenovo ThinkPad R40 eine leere oder defekte BIOS-Batterie (manchmal auch CMOS-Batterie genannt) zu tauschen.

Sie ist als Ersatzteil mit der Nummer 92P0991 immer noch zu haben. Der Preis ist nicht ganz günstig, ca. 10 Euro via eBay, sonst auch deutlich teurer.

Doch was ist eigentlich darin?

Kaum war der Schrumpfschlauch abgepult zeigte sich eine gewöhnliche CR2032! In diesem Fall von Sony. Auf sie wurden einfach die Anschlussdrähte für den Stecker „aufgetackert“.

Die ausgepackte BIOS-Batterie aus einem IBM ThinkPad R40 bringt eine gewöhnliche CR2032 zu Tage.

Als Ersatz lässt sich also auch eine normale CR 2032 nehmen, wenn man das Kabel von der leeren trennt und wieder verwendet; eine normale CR2032 kostet teilweise (z. B. bei Reichelt Elektronik) unter einem Euro. Ich mache es mir aber anders etwas einfacher und nehme eine CR2032 mit Lötfahne, entferne das Kabel von der alten und löte dieses an die Lötfahnen der neuen. Etwas Schrumpfschlauch oder Isolierband drumherum und fertig ist das „IBM-Ersatzteil“.

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Zwitschern und so

Freitag, 13. Februar 2009 | Autor: Valentin Funk

Auf diesem Wege kurz zwei Neuigkeiten zu diesen Kommunikationswegen:

  1. Ich habe gerade das Theme auf ein leicht abgewandeltes Avenue Sunema umgestellt. Es scheint mir ein wenig schöner. Dabei habe ich endlich auch wieder das Titelbild thematisch angepasst. Gegenüber dem ursprünglichen Theme habe ich die Höhe verändert. Dazu musste ich das frame.jpg verändern und einiges im Stylesheet umstricken. Das Theme ist unter der GPL v3 erschienen. Um ihr gerecht zu werden und um anderen die Änderungen zugänglich zu machen, gibt es hier in einer Zip-Datei die relevanten Dateien.
  2. Vorsichtig bin ich heute bei Twitter eingestiegen. So ganz ist meine Skepsis noch nicht verflogen, denn mir gefällt es nicht, wenn so ein verflochtener und weltumspannender Service in der Hand eines einzigen Unternehmens liegt. Lieber wäre mir die gleiche Funktionalität dezentral und frei, d. h. mit quelloffener Software und offenen Protokoll auf eigenen Servern. Ist aber noch nicht. Wie der Fall der Bahn-Abmahnung offenbahrte, ist der Dienst durchaus nützlich (lies auch hier und da). Wer also über den ein oder anderen Stand der Dinge auf dem Laufenden gehalten werden möchte, folge mir auf http://twitter.com/funkvn. Und Bilder gibt es auf http://twitpic.com/photos/funkvn.
    By the way: vom Telefon aus nutze ich anfänglich den Client Twibble Mobile. Anfänglich, weil ich durch die umfangreichen Funktionen noch nicht ganz durchschaue.

Thema: Allgemein, Das Weblog selbst, IT | 2 Kommentare

Nachtrag: Bahn, Blogger und Mehdorn

Dienstag, 10. Februar 2009 | Autor: Valentin Funk

Die Reaktionen, die die Abmahnung der DB AG gegen netzpolitik.org bzw. Markus Beckedahl erzeugte waren durchaus erstaunlich heftig und (etwas erwartungsgemäß) wenig im Sinne der Abmahnenden – dafür um so mehr im Sinne der Meinungs- und Wissensfreiheit: die Bahn streicht die Segel (wenn auch auf eine sehr peinliche Art).

Eine schöne nüchterne Analyse vollführt nun Ralf Bendrath ebenfalls auf netzpolitik.org. Sie ist wirklich lesenswert.

Interessant wäre noch zu wissen, welche Aussichten eine negative Feststellungsklage in dieser Sache hätte, wie sie mehrmals auch in den Kommentaren geforder wird. Dabei würde festgestellt, dass eben eine Rechtsverletzung durch Markus Beckedahl eben nicht besteht. Eine endgültige Stellungnahme dazu, kann ich noch nicht finden.

Was Mehdorn angeht, fühle ich mich durch diese Meldung leider  bestätigt. Von Hartmut Mehdorn wurde hauptsächlich das Klima im Konzern verändert. Leider nicht nur im Guten (Unabhängigkeit von der Politik) sondern im großen und ganzen auch im Schlechten (wenig Toleranz, Zahlen-Drill). Es geht eben nur noch um den nakten wirtschaftlichen (und für ihn: persönlichen) Erfolg, weniger um die Sache (umweltfreundlicher öffentlicher Verkehr, Eisenbahn, Fortschritt). Das ist zu bemängeln.

Thema: DB AG, Eisenbahn | Beitrag kommentieren

WordMobi – Erfahrungen

Mittwoch, 4. Februar 2009 | Autor: Valentin Funk

Nachdem ich vor kurzem einen etwas kurzen und dabei noch unkritischen Artikel von meinem E71 mit WordMobi (Version 0.3.4) versendet habe, möchte ich hier noch meine Erfahrungen schildern:

  • Achtung – es speichert eure Entwürfe nicht!
  • Es funktioniert nur mit dauernder Online-Verbindung richtig
  • Übertragungsfehler können zum Verlust des Textes führen
  • Es kann noch nicht mit Tags umgehen

Klingt alles in allem negativ.

Mir sind insgesamt schon drei Entwürfe und damit auch einges an Zeit verloren gegangen. Das ist etwas ärgerlich. Dennoch mag ich das Programm und werde es auch weiter benutzen testen.

Daher die Devise: probiert es aus, seid aber vorsichtig.

PS: es gibt auch ein Blog dazu: http://wordmobi.wordpress.com/

Thema: Das Weblog selbst, IT, Tag täglich | Beitrag kommentieren

Geiz ist Geil, nur nicht für die Produzenten in China…

Mittwoch, 4. Februar 2009 | Autor: Valentin Funk

… dachte ich mir bei dem erstaunlich klaren Kommentar auf sueddeutsche.de von Detlef Esslinger: Wer auf Aldi zeigt…

Man kann das beliebig transponieren: billiges Fleisch, billiges Olivenöl, billige Erdbeeren. Hatten wir alles schon. Keiner wollte es wissen, alles wollten es haben. Nachher will es eben nur keiner gewesen sein.

Das erinnert auch an manch „Opfer“ der Finanzkrise. Wie war das noch mit den Subprime-Krediten in den USA? Oder die sensationellen Zinsen in Island?

Thema: Gesellschaft, Tag täglich, Wirtschaft | Beitrag kommentieren

Bespitzelung nein, Skandal trotzdem ja – Presse oder alle vs. Mehdorn?

Mittwoch, 4. Februar 2009 | Autor: Valentin Funk

Hartmut Mehdorn in seinem letzten Kampf?

Als er 1999/2000 zur DB AG kam, war ich Azubi bei DB Cargo (die Güterverkehrssparte hieß später Railion, heute DB Schenker). Ich habe ihn damals geschätzt, weil ich sah, dass es die damalige DB durchaus nötig hatte, vom einem gewissen Muff noch befreit zu werden, auch 5 Jahre nach der formellen Privatisierung.

Was dann aber kam, war äußerst widersprüchlich.

„Rambo mit Super-Kleber“ (sueddeutsche.de)

Am meisten störte mich über die Jahre, wie die Bahn von innen umgemodelt wurde; genau an der Stelle, bei der ich selbst meinte, dass Änderungen dringend nötig wären. Was aber bei den Änderungen auf der Strecke blieb, war die Eisenbahn selbst: Logistikdienstleister, Mobility, worldwide. Das ist eben nicht die Eisenbahn, von der der Name des Konzerns („Deutsche Bahn AG“) stammt. Durch diese innere „Normalisierung“ über einen gewissen Punkt hinaus, hat die Bahn viel Charakter verloren, viele Mitarbeiter ihre Passion und es ist viel Unsicherheit und Angst verstreut worden.

Die Eisenbahn ist aber ein verkörperter Antipol zur hektischen, flexiblen, (auto-) mobilen Mehrheits-Gesellschaft – und zwar natürlichermaßen, aus der Sache selbst. Sie ist ein natürliches Monopol, örtlich und geschichtlich fest mit ihrem jeweiligen Standort verbunden.

Und, Eisenbahn braucht Bedacht. Eisenbahn braucht Langfristigkeit. Eisenbahn ist wertvoll (um nicht teuer zu sagen). Eisenbahn ist (wie jeder öffentliche Verkehr auch) kollektiv. Nur, diese vier Punkte stehen durchaus im Feuer unserer Zeit.

Nun sind einige Jahre unter Mehdorn vergangen. Auch einige Minister hat er „unter“ sich erdulden müssen, wie kolportiert wird. Er hat einige, gefühlt viele Fehler gemacht, wie derzeit immer wieder heruntergeschrieben wird. Aber, er hat einen Fehler nicht gemacht: die Bahn ist ein rentables Unternehmen, das dem Bund Geld bringt und keines mehr kostet; auch ohne Börsengang. Das war sein Auftrag und den hat er erfüllt. Ob der Schienenverkehr insgesamt wirtschaftlich oder volkswirtschaftlich besser da steht als früher, wird durchaus kontrovers diskutiert.

Nur ein Datenabgleich. Oder: die Mücke wird tatsächlich zum Elefanten

Jetzt aber das: „Spitzelaffäre“ rauscht es durch den Blätterwald und von Datenautobahnen. Die Telekom hat es vorgemacht (steht noch auf Platz eins, momentan bei Google) aber jetzt ist die Bahn dran, und damit – wie immer – auch Mehdorn.

Moment: „Spitzelaffäre“?

Gemeint ist ein Datenabgleich von fast allen Mitarbeiterdaten mit denen von Lieferanten und anderen Geschäftspartnern. Spitzelei? Bespitzelung? War das nicht etwas anderes? Ja, war es – und ist es auch immer noch. Hier wird eine Wort-Keule ausgepackt, die völlig unfair oder genauer: schlicht falsch ist. Es verhöhnt in meinen Augen auch die, die wirklich bespitzelt wurden. Ob von der Stasi (früher), vom BND, der Telekom (nein, Network) oder auch von der Bahn (nein, auch Network). Wer behauptet, dass die Bahn alle ihre Mitarbeiter bespitzelt hat, muss auch behaupten, dass dieser Staat alles seine Bürger bespitzelt. Denn es ist bekannt, dass z. B. die Finanz-, Sozial-, Schulämter und sondersgleichen Daten abgleichen um sich ein genaueres Bild der Bürger zu verschaffen. Und, ich halte das – sofern es transparent geschieht! – für völlig richtig. Beim Staat (und da gehört zum größen Teil für mich die Bahn auch noch dazu) und bei Monopolisten ist immer eine größere Vorsicht angebracht, da ein dortiger Fehler und ggf. ein Ausschluss des Betroffenen zu größeren Problemen führt, als wenn man bei Supermarkt y wegen nach einem Abgleich von Kundendaten unerwünscht wäre. Es gibt (noch) noch mehrere Supermärkte anderer Konzerne.

Was macht aber die Bahn, was macht Mehdorn jetzt?

Zum Teil beteuern sie richtigerweise, dass der Datenabgleich nichts anstößiges sei, auch wenn sie dabei übersehen, dass die Transparenz dieser Maßnahme druchaus mangelhaft war. Zur Überprüfung haben sie selbst die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, das ist löblich. Aber, sie rücken wieder nur Stückchenweise mit der Wahrheit raus. Das ist unerträglich.

Wenn man keinen Ausweg mehr weiß? Abmahnung

Und am unerträglichsten ist, dass sie gegen das öffentliche Wissen juristisch anstinken wollen: Markus Beckedahl von netzpolitk.org bekam eine Abmahnung, weil er in einem Blog-Eintrag ein Memo des Berliner Landesdatenschutzbeauftragten ins Netz stellte, das zu den Vorgängen rund um die Bahn und ihre „Spitzelaffäre“ Stellung nimmt. Wegen „Verrat von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen“, so der Betreff des Schreibens. Wie dumm nur. Die Reaktionen laufen beinahe „wie am Schnürchen“. Sehr gut gefällt mir der Beitrag „DB ist der neue DFB“ von Robin Meyer-Lucht.

Ich hoffe für alle, dass die DB dieses Verhalten als misslich erkennt und sich korrigierend verhält, so wie gegenüber den Mitarbeitern auch. Mehdorn sollte sich für die Salamitaktik, die gleich nach dem erscheinen seiner ersten Entschuldigung offenbar wurde, gleich wieder entschuldigen.

Ob das noch geschieht? Oder ob er tatsächlich so angezählt ist, wie auch schon geschrieben wird?

Überbleibsel

Was bleibt ist, dass es dringend anderer rechtlicher Regeln im Umgang mit Veröffentlichungen von brisantem Material bedarf. Das Wissen muss frei bleiben, auch wenn es unangenehm ist, auch wenn dadurch ein Weltkonzern ins Wanken gerät. Für die Freiheit.

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