Eisenbahn in Greifswald, heute 6. März 2006

Montag, 6. März 2006 | Autor: Valentin Funk

Wieder einmal war ich – nach eher kurzer Pause – heute am Greifswalder Bahnhof. Die Umbauarbeiten sind dabei erstaunlicherweise ein großes Stück weiter gekommen. Erstaunlich, da es die Tage immer wieder etwas schneite, so dass die Bedingungen eingentlich nicht optimal sind.

Zunächst ist Gleis 2 wieder befahrbar und wird auch befahren. Auf Gleis 4 ist jetzt nichts mehr los, zumindest im gewöhnlichen Betrieb. Auch das Lichtsignal Richtung Stralsund leuchtet wieder; ich meine es war nicht in Betrieb während der ganze Verkehr über Gleis 4 lief.

Der Bahnsteig an Gleis 1, Hausbahnsteig, ist nun auch schon sichtbar. Auf die Fundamente (dieses neue, leider sehr eintönige und zu schlichte „Stecksystem“) wurden schon die ersten Bodenplatten gelegt. Das sind ca. 5 x 4 Meter große Betonplatten mit fertig angebrachten Sicherheitsstreifen. Außerdem wurden die alten Stahlträger der Bahnsteigbedachung des Hausbahnsteigs, die noch im Dezember von ihrer Asbest-haltigen Bedeckung befreit wurden, neu gestrichen! Dass an dieser Stelle nichts neues verbaut wurde, wundert mich doch sehr.

Was mich aber am meisten verwunderte, war dass auf der Westseite des Fußgängerüberwegs schon gerodet wurde. Nun sieht man die alten Gebäude der Kleinbahn richtig gut. Leider ist meine Digitalkamera ja derzeit in Reparatur und meine Spiegelreflexkamera in Stuttgart. Auch erste Gebäude (-reste) wurden in diesem Bereich abgetragen. Der Druchgang zum Studentenwohnheim wurde mit Baustellenzäunen abgesperrt, wird aber umgangen. Eine südlich gelegene Kleingartenanlage ist ebenfalls schon zum Teil „in Angriff“ genommen worden. Teilweise sieht es sehr wüst aus, bedingt auch durch die Witterung (Matsch).

Schon neulich ist mir auch klar geworden, dass mit dem Umbau auch ein massiver Rückbau vonstatten geht. Das Gleis, auf dem noch im Mai 2005 die V 100 standen, ist nicht mehr befahrbar. Schon das Gleis daneben, in Richtung Richtungsgleis, ist durch einen neu gesetzten Oberleitungsmast in eine Schiene durchschnitten worden. Mir scheint es so, als wären jetzt schon nur noch 4 Gleise befahrbar. Dem Gleis an der Ladestraße hat man wohl auch schon im Herbst den Oberbau genommen; dort war noch der alte Prellbock Richtung Kleinbahn, der auf eine Rollbock oder -wagen-Grube hindeutete.

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Emacs mit ispell und aspell unter Windows?

Mittwoch, 1. März 2006 | Autor: Valentin Funk

So verbringt man Zeit: ich wollte ein besseres Wörterbuch für ispell unter Windows. Dank einer guten Anleitung zur Installation und der fertigen Distribution von Joachim Schlosser war die Grundinstallation von ispell kein Problem. Doch ich möchte die „neue“ deutsche Rechtschreibung (auch wenn ich durchaus kritisch zu ihr stehe, doch das ist ein anderes Thema). Ich fand aber keine passenden Wörterbücher. Hier steht man leider wieder vor dem Problem, der offenen Systeme: welche der x vorhandenen Varianten soll ich nehmen? Alles kommt von verschiedenen Quellen, die nicht offen bewertet und meist unzureichend dokumentiert sind.

Vielversprechend sah mir das Paket igerman von Björn Jacke aus. Davon gibt es eine relativ aktuelle Version (November 2005) und er erklärt auch, wie es zu den anderen Paketen steht. Demnach ist es die Weiterentwicklung der Wörterbücher von Heinz Knutzen (download), das wiederum auf dem Wörterbuch von Martin Schulz basiert.

Doch das igerman ist dann doch viel größer und aufwändiger, als ich dachte. Man muss sich das Wörterbuch erst erstellen. Der Ansatz ist zwar genial, da so ein persönlich angepasstes Wörterbuch entsteht, es funktionierte aber nicht – und das nach langem Probieren. Ich wollte es zunächst unter Windows machen. Mit MSYS und Co. klappte das ja auch ganz gut, aber:

Zunächst passt das Makefile der Version von 11.2005 nicht zu den Dateien mit den Wortlisten. Dann braucht es doch noch Perl, das nicht installiert ist. Also habe ich die Vorversion von 2003 genommen und make auf einer Debian-Installation gestartet (ispell muss installiert sein!). Die Variante für ispell lief auch durch, doch als ich das Ergebnis in meine ispell-Installation auf Windows kopierte, meldete die den Fehler:

Illegal format hash table /path/to/german.hash - expected magic2 0x962, got 0x35.

Also, die Hash-Datei passt nicht.
Zwischendurch las ich aber den verführerischen Satz in README:

„[…] Obwohl Aspell noch im
Alphastadium steckt kann ich nur jedem empfehlen von Ispell auf Aspell umzusteigen!“

OK, ich bin ja nicht von gestern. Doch das wurde ebenfalls zum Marathon. Erst auf Windows installieren, ok, nicht so schwer (von aspell.net, www.aspell.net klappt nicht!). Dort gibt es dann aber auch schon wieder ein deutsches Wörterbuch. Soll ich das also nehmen? Ich probierte es aus, doch das war nicht so groß. Also weiter mit igerman. Doch hier wurde ich nicht fertig. Es kam beim Erstellen unermüdlich die Meldung

Warning: The word "Abstellzeit Abstellzeiten" is invalid. The character ' ' (U+20) may not appear in the middle of a word. Skipping word.

Dabei war „Abstellzeiten“ nur ein Beispiel. So ging es mit jedem Wort. Und es dauerte und dauerte. Ich brach ab.

Nun verwende ich aspell mit dem kleinen Wortschatz, doch so habe ich, im Gegensatz zu ispell, noch die neue Rechtschreibung.

Das alles dauerte ca. 5 Stunden und da fragt man sich dann langsam schon, ob es nicht besser wäre, eine kommerzielle Distribution zu kaufen. Zwischendurch kam ich auch noch auf den Gedanken, dass es ja wieder ein Wörterbuch zu pflegen gibt: Thunderbird, Firefox, OpenOffice.org und ispell (Emacs, LaTeX). Kann das nicht eines sein? Unter Unix ist das ja genau der Ansatz, doch diese Idee muss wirklich erst noch reifen und gut umgesetzt werden.

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