Eine Quelle

Montag, 28. November 2005 | Autor: Valentin Funk

Schon gestern stellte ich in der Güterwagen-Yahoo!Group die Frage nach der Schriftart der SNCF-Güterwagenbeschriftungen. Vorausgegangen ist ja die Frage nach der Farbe.
Ich war skeptisch, ob es zu diesem speziellen Thema eine Antwort gäbe – und: es gab sie! Gleich mehrfach, über die Liste und privat, bis hin zur fertigen TTF-Datei. Ich stelle alsbald mal eine Probe hier zur Ansicht aus. Es ist eine sehr eigenwillige, wohl von der SNCF selbst kreierte Schrift. In der TTF heißt sie „PoliceSNCF“, was immer das auch heißen mag.

Mit den Infos zur Schriftart bekam ich auch gleich die Antwort auf die Frage, wann dieser Wagen eigentlich gebaut wurde. (Ich hatte schon die Sorge, dass er bei der SNCF womöglich viel jünger ist.) Das ist aber nicht so, er wurde ab 1972 gebaut.

Offen sind nun noch die Fragen zu den Rungenabständen (ist der wirklich wie bei den Rs 683/684 der DB?) und den Puffern (welche Puffer haben die SNCF überhaupt?). Die Recherchen werden weitergehen…

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E 050 — so soll es werden

Sonntag, 27. November 2005 | Autor: Valentin Funk

Vor einigen Tagen habe ich beim EK-Verlag das Buch „Die offenen Güterwagen der Regelbauart“ aus der Reihe „EK-Güterwagen-Lexikon DB“ von Gerd Wolff bestellt. Dem voraus ging der Tipp von Udo Böhnlein, dass sich darin auf Seite 41 eine Abbildung eines zerlegten Untergestells des Omm 54 der DB sei. Ich kannte das Bild schon aus dem genannten Buch, das ich bei Roland Zedelmayer fröhlich durchblätterte, doch habe ich mir bisher noch keines der Reihe gekauft – eigentlich sehr ungeschickt, denn diese kleinen Büchlein sind erstaunlich gut.

Heute kam es per Post. Kein so erschlagendes Werk wie die von Carstens, aber es ist in Prosa geschrieben und es steht sehr viel drin. Eben viel mehr, als es zunächst erscheint. Es „erzählt“ eher und bringt die Details im Text ohne alles und jedes vollständig aufzulisten. Ich bin zwar ein großer Freund der systematisch-vollständigen Durchdringung von Themen, doch es geht auch anders!
Das Bild auf Seite 41 ist so genial, dass ich es hier nicht ungezeigt lassen kann. Lieber Urheber sei mir nicht böse – und wenn es Dir gar nicht gefällt, dass es hier so frei gezeigt wird, melde Dich, bevor Du die Abmahnung schickst…

Omm 54-Untergestell

Wie schon erwähnt, war der Grund nach dieser Abbildung zu greifen der, dass ich das Untergestell des Omm 55-Bausatzes von Udo Böhnlein bauen möchte. Die Platine mit all ihren kleinen feinen Teilen gab mir aber noch Rätsel auf. Diese konnten mit dem Bild gelöst werden. Ich kam dann nicht viel weiter als die ersten Zeile herauszutrennen und abzukanten, doch das Ergebnis ist an sich schon entzückend:

Untergestell teilweise ungelötet

In dieser Größe erkennt man nicht viel, daher das ganze nochmals in groß.

Nach dem Studium des Büchleins – das richtige Wort wäre wohl eigentlich „Broschüre“ – machte ich mir auch nochmals klar, welche Bauart der UIC St II-offenen Güterwagens ich möchte. Laut Statistik gab es zum 31.12.1985 noch ca. 10.500 E/Es 040, 6.400 E/Es 035, 4.400 E 039. Schon überarbeitet waren 3.500 E/Es 050 und 3.400 Es 049 (alle Zahlen nur grob, eine Tabelle könnte mal folgen). Eigentlich sollte es nur Es 050 geben, doch es wurden einige ertüchtigt, ohne dass man die neue Bremse mit Lastwechsel einbaute und die Achslagerspiele veränderte, blieben also E 050. Ich denke, ein solchen Sonderling werde ich aus dem ersten Modell machen. Dann folgen natürlich Es 040, E 040, Es 035, E 039. Fünf Wagen sollten es schon mal werden… Und übrigens: zum oben genannten Stichtag gab es schon knapp über 7.000 Eaos 106! Wenn das mal kein Projekt werden könnte? Aber mal halblang!

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Kleinkrams

Samstag, 26. November 2005 | Autor: Valentin Funk

Seit mehreren Tagen arbeite ich an Kleinkram für den SNCF-Rs von Roco. Heute stellte ich in der Güterwagen-Liste die Frage, in welcher Farbe denn die SNCF ihre Güterwagen lackiert hat. Zwei Antworten gab es darauf, eine die wirklich detailiert auf die Frage einging: es ist „wagon rouge UIC (SNCF 606)“. Bei HUET gibt es sie sogar zu kaufen, doch wo in Deutschland?

Noch ein Nachtrag: gestern war ich bei einer Gleisbaustelle im Greifswalder Bahnhof. Sehr interessant! Sie haben eine Weichenverbindung ausgebaut und ich konnte aus relativ kurzer Entfernung eine Zwischenschweißung miterleben. Es wurden fünf Joche ? 15 Meter verlegt. Die Schiene muss übrigens genau eine richtige Temperatur haben, damit sie lückenlos verschweißt werden kann. Dazu wird sie mit Flammgeräten aufgewärmt, so dass sie sich ausdehnt und wenn die Temperatur stimmt (ca. 20 ° C) wird die zu schweißende Lücke genau auf 24 bis 26 mm Breite gebracht und geschweißt (sog. Termitverfahren). Dabei wird Eisenoxid mit Magnesium zur Reaktion gebracht. Etwas Aluminium ist zur Beruhigung auch noch drin, sonst flöge einem das Gemisch wohl um die Ohren. Das wirklich höllisch gleißende Metall brennt dann bei der genau richtigen Temperatur einen Stopfen aus dem Tiegel, fließt in die Form um die Schienen herum und bringt deren Enden auch zu Glühen, so dass diese sich verbinden (Bilder auf gleisbau-welt.de).
Das Alles erzählte mir ein Mitarbeiter vor Ort. Zunächst wurde ich von einem anderen Mitarbeiter komisch angeguckt und sofort zurück gewiesen, wenn ich nur einen Schritt im Schotter stand. Jener andere war aber sehr gesprächig.

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Holz machen

Montag, 21. November 2005 | Autor: Valentin Funk

Ich bin heute mal an die Bohlenbretter des Rs von Roco gegangen.

Zunächst habe ich eine Art Lehre für die passende Breite der Bohlen gebaut. Die Bohlen sind beim Vorbild 70 x 180 mm im Querschnitt. Die Länge höchstwahrscheinlich 2750 mm (wer weiß es genau?). Also sollten die Modell-Bohlen einen Querschnitt von 0,80 x 2,07 mm haben. Ich arbeite gerade mit Balsaholz von Graupner, dass einen Nennquerschnitt von 0,8 mm hat und dem auch sehr nah kommt (Toleranz von ca. 0,05 mm). Davon gilt es jetzt also 2,07 breite Streifen zu schneiden. Hier ein Bild der Lehre:

Bohlenschneider

Das ging aber alles nur mit Mühe. Da ich kein passend breites Referenzstück hatte, war die Justage sehr aufwändig und mit viel Löterrei verbunden. Zumal es einfach schwierig ist, die Breite des zu schneidenen Bretts und des wirklich geschnittenen Bretts in Einklang zu bringen. Duch das jeweils unterschiedliche Ansetzen des Messers etc. ist da viel Toleranz.

Kurzum: Lasern sollte doch das Ziel sein. Der Aufwand, die Bohlen dann nachzuarbeiten (Schleifen) ist so groß, dass es etwas ermüdet…

Anbei ein Bild der ersten 5 Schwellen auf dem SNCF-Wagen (das Bild in groß). Ich bin gespannt, wie das nachher gebeizt aussieht. Bilder vom Vorbild wären übrigens zwecks Vergleich sehr hilfreich und gern gesehen!

Die ersten Bohlen auf dem Rs

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Weiterarbeiten

Montag, 21. November 2005 | Autor: Valentin Funk

Die Arbeit schreitet weiter:
- Pufferbohlen und innere Querträger des Gos 245 gekantet
- 4 Träger der Untergestells des Es 040 gekantet

- Über GreifRecht und seine Finanzierung diskutiert (mit Bernhard und Valentino)
- Mit Bernhard einen Fragenkatalog an RZ und UB verfasst (Kommision)
- Die HSG Radsport-Gruppe trifft sich in der „Falle“, ab 21 Uhr 30 bin ich dabei gewesen

Das war der Samstag.

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Löten macht Spaß

Samstag, 19. November 2005 | Autor: Valentin Funk

Ich bin immer noch sehr begeistert von dem Löten mit der Phosphorsäure als Flussmittel.
Gestern habe ich die zweite Stirnklappe in Angriff genommen. Die erste habe ich vor etwa 4 Jahren gelötet. Damals ging ich aber noch davon aus, dass man Messingbausätze dieser Art unbedingt heißlöten müsse. Ich kaufte mir damals (endlich, nachdem ich nie davor Geld und den Mut fand) auf der Internationalen Modellbahnausstellung in München auf dem Bavaria-Stand einen Brenner. Dazu bestellte ich die passende Unterlage bei Fohrmann und Dinge wie Lötpaste, -wasser und so eine Masse um den Wärmefluss zu bändigen. Die Ergebnisse waren alles andere als toll: ich hatte eine total durchgeglühte Stirnklappe, die massiv verzogen war. Danach lies ich die Finger davon – bis vor einigen Tagen… Im Nachhinein sieht die durchgeglühte Stirnklappe gar nicht so schlecht aus: sie ist eben weicher geworden und dadurch verbeult. Die Bleche warnen im Original ja auch nie mehr gerade, vor allem bei offenen Wagen.

Nun ja, hier zwei Bilder der Ergebnisses von gestern und heute:

Stirnklappe von vorne

Stinklappe von hinten

Die zweite Runge von links ist übrigens ebenfalls schon mal durchgeglüht worden.

Ich war auch diesmal überrascht, wie gut das mit Elektroniklot (S-Sn60Pb38Cu2) und Phosphorsäure geklappt hat. Ganz besonders überzeugend war: ich schaffte es gestern Abend nicht mehr richtig, den Obergurt zu löten. An der Kante zwischen Grundblech und Obergurt (siehe zweites Bild) blieben immer kleine Schlitze. Ich spannte das ganze ein um den Spalt zuzudrücken, hielt den Lötkolben dran um die Stelle wieder loszumachen. Kein Erfolg. Ich versuchte mit Zinn zu kitten, auch Fehlanzeige. Heute brachte ich nochmals das Flussmittel auf und drückte von oben leicht auf den Obergurt. Siehe da, die Phosphorsäure brachte das Zinn so zum Fließen, dass es sich so gut verteilte, dass der Schlitz geschlossen werden konnte. Die Kante ist zwar immer noch nicht perfekt. Das das beim zweiten Wagen. Apropos: das ist ein 0-Serien-Modell. Es gibt diesen Bausatz noch nicht allgemein zu kaufen (oder doch? Siehe auf http://www.boehnline.de/).

So, jetzt weitermachen, oder schlafen. Morgen ist von 9 bis 17 Uhr Vorlesung. Kapitalgesellschaftsrecht. Gut so.

Thema: Eisenbahn | Beitrag kommentieren

Eine Woche Weblog

Samstag, 19. November 2005 | Autor: Valentin Funk

Ha! Heute vor einer Woche schrieb ich hier die ersten Artikel – schön und weiter so.

Thema: Das Weblog selbst, Tag täglich | Beitrag kommentieren

GreifRecht macht Arbeit

Samstag, 19. November 2005 | Autor: Valentin Funk

Heute ist Freitag, Freitag ist derzeit GreifRecht-Tag. Mit einigen Kommilitonen arbeiten wir an einer neuen rechtswissenschaftlichen Zeitschrift deren Eigenart ist, dass sie von und für Studierende gemacht wird.

Mit Johannes B. arbeite ich an Layout und Satz. Bei unserer zweiten Arbeitssitzung mussten wir leider unseren Plan verwerfen, die Zeitung komplett in LaTeX zu setzen. Die Einarbeitung bräuchte doch zu lange, als dass wir bis zur anstehenden 1. Ausgabe befriedigende Ergebnisse erzielen würden. Daher wird sie jetzt doch in InDesign entstehen. Für die Zukunft ist LaTeX noch eine Option auf die Schnelle aber leider keine.

Außerdem habe ich mit Dominik Richers das Layout eines ersten Folders zur Akquisition von Anzeigekunden überarbeitet. Aus einem Anfangs doch sehr einfach ausschauenden 1/3-A4-Folder ist nun eine einigermaßen interessante Variante geworden. Viel Erfolg unserem Fundraiser und Werbebeauftragten!

Thema: Jura | Beitrag kommentieren

Löten — endlich

Donnerstag, 17. November 2005 | Autor: Valentin Funk

Heute ging es endlich los: Löten mit Phosphorsäure.
Ich habe mir zum Test den immerhin bald acht Jahre alten Omm 55-Bausatz von Udo Böhnlein genommen und probiert. Die Achshalterbleche sollten endlich vernietet werden.

Und, es klappt – sehr gut! Die 15%ige Phosphorsäure als Flussmittel ist wirklich überzeugend. Ich hatte ehrlich gesagt doch erst ein etwas ungutes Gefühl, kann sie aber jedem weiterempfehlen. Das Lot fließt derart dünn, dass erst diese feine Löterei möglich wird.

Hier zwei Bilder:
Gelötete Nieten in Achshalter

Gelötete Nieten in Achshalter

Das Ergebnis überzeugt, vor allem, wenn man sich klar macht, dass die Nieten einen Durchmesser von 0,3 mm und ihr Kopf von 0,4 mm haben. Leider habe ich nicht genügend Nieten, ich muss welche bei Fohrmann nachbestellen. 6,50 Euro für 40 Stück. Ich brauche noch 53, wenn mir keine mehr verloren geht. Mit fortschreitender Stunde waren sie schneller mal weg…

Demnächst mehr davon!

Anderes Thema: BRAWA-Ersatzteile

Ich habe heute bei BRAWA die Drehgestelle eines R(e)mms nachbestellt. Sie sind einfach gut, auch wenn noch nicht ganz geklärt ist, ob es jetzt eines der Bauart 661 oder 661.1 ist. Der Roco Rs 683 soll diese auch bekommen. Sie kosten sagenhafte 2,50 Euro und die Rungen dieser Wagen nur 0,50 Euro/Stück. Diese sind aus einem leicht elastischen Material, das an dieser Stelle die Bruchgefahr deutlich mildert. Leider war das Y25-Drehgestell, wie es beim italienischen Rmms verbaut werden soll, nicht zu bekommen. Mal sehen, wie das am Modell aussehen wird.

Es ist wieder spät – gute Nacht.

Thema: Eisenbahn | Beitrag kommentieren

Gedeckte Güterwagen

Montag, 14. November 2005 | Autor: Valentin Funk

In Stralsund stehen nahe des Bahnhofs wohl schon seit einiger Zeit ausgemusterte gedeckte Güterwagen der ehemaligen Deutschen Bundesbahn. Sie sind bei Einfahrt von Süden auf der Linken Seite nach passieren des ehemaligen Betriebswerks zu sehen. Zwei stehen zunächst ziehmlich weit entfernt und dann kommen – nach einer Diesellokhalle – nochmals drei Wagen, wovon allerdings zwei alte DR-Wagen sind.
Ich wurde etwa vor einem halben Jahr auf die Wagen aufmerksam, schaffte es allerdings bisher nicht sie näher zu untersuchen.
Am Sonntag, 13.11.2005, war es mir nun endlich möglich. Ich war postitv überrascht dass die Wagen noch in äußerlich derart gutem anzutreffen. Und das, obwohl die Türen und Lüfterschieber offen sind.

Bei den Zweien handelt es sich um einen Gs 216 und einen Gbs 254:

Gs 216 - 01 80 124 8 505-0
Gs 216 – 01 80 124 8 505-0.

Gbs 254 - 01 80 150 8 265-6
Gbs 254 – 01 80 150 8 265-6.

Von den drei anderen ist einer ebenfalls ein Gbs 254:

Gbs 254 - 01 80 150 8 150-0
Gbs 254 – 01 80 150 8 150-0.

Ich machte viele Fotos von außen, innen und unten. Die Daten müssen noch in Ruhe ausgewertet werden und kommen hoffentlich bald ins EisenbahnWiki.

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